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Nutzung disruptiver Technologien zur Förderung des ökologischen Übergangs des maritimen Sektors

Webinar zum TEcoNaut-Projekt: „Stärkung von Kompetenzen in neuen Materialien und Unternehmertum für die Zukunft des europäischen Bootsbaus“

Das von EBI organisierte Webinar präsentierte das TEcoNaut-Projekt, eine Kooperation von Unternehmen und Institutionen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Polen, Spanien und der Türkei.

Die Veranstaltung, die zahlreiche Branchenexperten und Stakeholder anzog, konzentrierte sich auf die Förderung umweltverträglicher Praktiken, Materialinnovationen und die Weiterbildung der Arbeitskräfte im europäischen Bootsbausektor. Das rege Interesse und das positive Feedback unterstrichen die Relevanz und Wirkung der Arbeit von TEcoNaut.

Die gestrige Veranstaltung fasste die Forschungsergebnisse des Projekts, die Entwicklung spezialisierter Bildungsressourcen sowie zwei Fallstudien zur Verwendung von Vulkangestein und Flachsfasern in der Materialinnovation von Innovation Yachts bzw. Greenboats zusammen.

– Philip Easthill (EBI) erläuterte die Projektziele: Unterstützung der Energiewende durch die Betrachtung von Materiallebenszyklen und die Weiterbildung der Arbeitskräfte. Anschließend fasste er die Agenda zusammen, die unter anderem den Qualifikationsbedarf, Online-Schulungen, Fallstudien von Innovation Yachts und Greenboats sowie die Entwicklung eines Leitfadens für Existenzgründer umfasste.

Unser Projekt begann mit der Identifizierung dreier zentraler Herausforderungen im Bootsbausektor.

  • Marktkontext: Über 6,5 Millionen Boote befinden sich in europäischen Gewässern.
  • Materialverschwendung: Die Branche verwendet über 72.000 Tonnen Verbundwerkstoffe (Glasfaser, Harze), die schwer zu recyceln sind.
  • Die Lücke: Es besteht eine Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach nachhaltigen Prozessen und der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte.

Der erste vorherige Schritt: Forschungsergebnisse und Qualifikationslücken.

  • Nur 20–25 % der 141 analysierten Lehrpläne beinhalten Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit. Dies verdeutlicht wichtige Qualifikationslücken, beispielsweise in den Bereichen Nachhaltigkeitsförderung, Einhaltung von Umweltgesetzen, Abfallmanagement und unzureichende Schulungen in digitalen und technischen Kompetenzen für eine nachhaltige Produktion.
  • Die wichtigsten fehlenden Kompetenzen: Nachhaltigkeitsförderung, Einhaltung von Umweltgesetzen und Abfallmanagement.
  • Digitale/Technische Lücke: Fehlende Schulungen in Spitzentechnologien und digitalen Kompetenzen für eine nachhaltige Produktion.

Vorheriger Schritt: Identifizierung der Kompetenzlücke.

  • Die Forschung ergab einen Bedarf, der über manuelle Fertigkeiten hinausgeht, wie z. B. die Anwendung biobasierter Harze, Ökobilanzierung (LCA), Recycling, Fundraising und Soft Skills – was den Bedarf an umfassenderen Schulungsinhalten unterstreicht.
  • Schwerpunkt auf ESCO- (European Skills/Competences, Qualifications and Occupations) und ISO-Normen.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde der Kurs konzipiert:

  • Struktur: Ein 140-stündiger Kurs mit 5 Einheiten, verfügbar in 7 Sprachen.
  • Methodik: Hybrider Ansatz (Online-Theorie + praktische Workshops).

Das Curriculum umfasst Nachhaltigkeit, Materialien, Produktion/Reparatur, Ökobilanzierung, Soft Skills und Karriereplanung.

  • Pilotphase, Evaluation und Dozentenhandbuch
  • Hospitationsworkshops mit den Partnern Astondoa, Greenboats und Innovation Yachts.
  • Pilotprojekte: Durchgeführt in Menorca (Spanien) und Gölcük (Türkei).
  • Lehrerhandbuch: Ein 150-seitiger Leitfaden mit Durchführungshinweisen, Ausrüstungslisten und weiterführenden Ressourcen.

Wichtige Punkte & Handlungsempfehlungen.

  • Projektziel: Verbesserung des gesamten Produktlebenszyklus, einschließlich der Herstellungsprozesse und der Verwendung biobasierter Materialien.
  • Forschungsumfang: Das Team führte über 120 Stakeholder-Interviews durch und analysierte mehr als 100 europäische Ausbildungsprogramme.
  • Kurszugang: Der 140-stündige Kurs ist kostenlos und unter www.teconaut.eu verfügbar.

Handlungsempfehlung für alle Stakeholder: Bitte lesen Sie die drei umfassenden Forschungsberichte auf der TEcoNaut-Projektwebsite. Dies ist unerlässlich, um die Forschungsergebnisse zu verstehen und die Ziele des Projekts im Bereich der grünen Transformation zu unterstützen.

Handlungsempfehlung für Trainer: Trainer sollten den Kurs als Workshop durchführen, um praktische Übungen mit umweltfreundlichen Materialien zu ermöglichen und einen effektiven Wissenstransfer zu gewährleisten.

Handlungsempfehlung für alle Teilnehmenden: Bitte kontaktieren Sie Marina Palumbo (EBI) per E-Mail (mpc@europeanboatingindustry.eu), um Newsletter-Updates und spezifische Projektanfragen zu erhalten und so eine effektive Projektkommunikation zu gewährleisten.

Zitate

„Dieses Projekt ist von strategischer Bedeutung für unsere Branche, da es einen der Schlüsselaspekte der Nachhaltigkeitswende in der grünen Transformation aufgreift: die Materialien.“

„Es besteht weiterhin eine große Lücke zwischen qualifizierten und sachkundigen Fachkräften im Hinblick auf einen deutlich nachhaltigeren Bootsbau.“

„Alles beginnt mit Bildung und Ausbildung … für einen zunehmend nachhaltigen Sektor.“

„Das Hauptziel war die Entwicklung eines recycelbaren und hochwertigen Baumaterials für Boote, das mechanische Probleme löst und gleichzeitig die Umweltbelastung des Bootsbaus reduziert.“

Erwähnte Ressourcen

Projektwebsite: www.teconaut.eu

Dokumentation: Drei Forschungsberichte, 140-stündiger TEcoNaut-Kurs, über 150-seitiges Dozentenhandbuch